Chronik Sportplatz
Chronik der Jakob-Frey-Sportanlage bis 2007
1963-1966:
Bau der Sportanlage mit Tennenbelag auf Platz und Laufbahn (ohne Bodendrainage und autom. Beregnungsanlage) in Trägerschaft der TSG nach Überwindung großer finanzieller Schwierigkeiten mit hoher Vereins-Selbsthilfe auf dem Grund und Boden des Mainzer Unifonds (Eigentümer) im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages zwischen Ortsgemeinde und Unifonds. Gleichzeitig Sportheimbau in Eigenhilfe. TSG hatte 600 Mitglieder.
1982/83:
Letzte Grundsanierung der Sportanlage (mit Einbau Bodendrainage und autom. Beregnungsanlage) mit Gesamtkosten von 255.000 € in Trägerschaft TSG (1.100 Mitglieder) und mit deren enormer finanzieller Beteiligung (allein 82.000 €).
1987:
Bau VG-Sporthalle. Die TSG verzeichnet einen rasanten Mitgliederzuwachs (1.400 Mitglieder).
1991:
Gemeinde erwirbt das Sportgelände (Sportanlage mit Sportheim) vom Unifonds und wird alleiniger Eigentümer.
1992:
Gemeinde als Eigentümerin von Anlage einschl. Sportheim schließt mit der TSG (als Nutzer) einen bis zum Jahr 2020 laufenden Nutzungsvertrag. Darin übernimmt die TSG die Unterhaltung und Gemeinde leistet einen jährlichen Zuschuss von z.Zt. 15.400 € (nur ca. 50 % der anfallenden Kosten, Rest trägt TSG durch Festerlöse, Mitgliederbeiträge und Arbeitseinsätze).
Dort heißt es u.a.: "Für mittel- bzw. langfristige Vorhaben der TSG sind zwischen der TSG und der Ortsgemeinde die Finanzierungsmodalitäten im Einzelfall festzulegen. Die TSG beteiligt sich im Rahmen ihrer Finanzierungsmöglichkeiten."
September 1992: VG-Rat beschließt (mehrheitlich) Aufstellung Sportstättenleitplan, der in die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes einfließen soll, aber auch schon Grundlage für Entscheidungen vor Verabschiedung des Flächennutzungsplanes sein könnte.
1993:
Die TSG errichtet in Eigenregie (Kosten ca. 125.000 €) mit Zuschüssen (Sportbund 9.000 € und Landkreis 2.500 €) am bestehenden Sportheim einen Anbau mit Versammlungsraum, Geschäftszimmer und Krafttrainingsraum.
1994:
Die TSG (1.600 Mitglieder) drängt wegen des nach Sportstättenleitplan gegebenen Fehlbedarfs mit einer Dokumentation auf die Erweiterung des Sportgeländes (in östlicher Richtung unterhalb der VG-Sporthalle) in Form eines 2.Spielfeldes zur Schonung des Hauptspielfeldes und wegen großer Engpässe im Trainings- und Wettkampfbetrieb. Leider scheiterte das Projekt unter Bürgermeister Herbert Eckert nach zwei Jahren an der Verkaufsbereitschaft eines Grundstückseigentümers. Wegen hoher Beanspruchung der maroden Anlage müsste schnellstens eine Notlösung her.
1997:
Wegen miserablen Zustandes eigentlich grundlegende Sanierung notwendig, aber nur Not-Teilsanierung (Gesamtkosten rd. 33.000 €) realisiert in Trägerschaft Gemeinde: Lediglich Einbringung von Stützkorn und Erneuerung der Deckschicht auf Platz und Laufbahn (Gewährleistung ca. 3-5 Jahre).
2001:
Der TSG-Gesamtvorstand beschließt am 3. Dezember 2001 zum Thema Sportgelände: "Der Vorstand beschließt einstimmig, der Sanierung des Sportplatzes (Kunstrasenplatz, Tartanbahn) Vorrang einzuräumen gegenüber einem zweiten Spielfeld. Der Vorsitzende wird beauftragt, einen Antrag für die Sanierung an die Ortsgemeinde zu stellen."
Dieser Beschluss wurde der Gemeinde unmittelbar danach mitgeteilt. Eine Reaktion ist nicht erfolgt. (Erst nach massivem Drängen gegenüber dem damaligen Ersten Beigeordneten Borrmann, der für den Bereich Bauwesen zuständig war, wurde das Projekt Anfang 2003, also nach über einem Jahr, beim Landkreis für die Bezuschussung angemeldet.)
Anfang 2003:
Generalsanierung der Sportanlage mit Bau Kunstrasenplatz und Kunststofflaufbahn wird von der Ortsgemeinde beim Landkreis Mainz-Bingen (Sportstättenbeirat) - nach langem Drängen der TSG (!) - für eine Förderung aus dem "Goldenen Plan" angemeldet (Platz 21 der Dringlichkeitsliste).
2004:
Von Dezember 2004 bis einschl. Februar 2005 war die Sportanlage an zwei Dritteln der Trainingstage gesperrt.
2005:
März: TSG (1.800 Mitglieder) überreicht BM Rump eine Sanierungsdokumentation (Inhalt: Dringlichkeit einer Generalsanierung) und verteilt sie auch an Gemeinderatsfraktionen, Landrat, zuständige Ministerien sowie Landtags- und Bundestagsabgeordnete mit der Bitte um Unterstützung. In der Folgezeit: Weitere Gespräche mit Mandatsträgern.
Dezember 2005 bis einschl. März 2006: Sportanlage von 110 Tagen an 83 Tagen wegen Zustand (nicht ablaufendes Regenwasser, Eis, Schnee) für den Sportbetrieb gesperrt. Erst ab 25.3.2006 wieder auf Dauer nutzbar.
2006:
17.3.:
In der Mitgliederversammlung unterstreicht der 1.Vorsitzende den desolaten Zustand und die schlechten kurz- bis mittelfristigen Sanierungsperspektiven (nicht vor 2010) angesichts der fehlenden Unterstützung durch Bürgermeister/Gemeinderat und des Verhaltens der Kreisverwaltung (Sportstättenbeirat interessiert nicht Dringlichkeit und Bedarfsprüfung).
Die Versammlung (TSG jetzt mit Rekordzahl von 1.873 Mitgliedern) fordert TSG-Vorstand - auch wegen der Einstufung auf Nr.15 in der Dringlichkeits-Prioritätenliste des Sportstättenbeirates - nachdrücklich auf, etwas gegen den desolaten Platzzustand zu unternehmen.
Nachrichtenblatt 24.3.06: "TSG-Mitglieder fordern: Wegen Sportplatzmisere Gemeinde zu mehr Aktivitäten bewegen"
25.3.:
Mainzer Rhein-Zeitung: "Maroder Sportplatz ärgert TSG"
Nachrichtenblatt 7.4.06: "Maroder Sportplatz: Die Folgen der Zwei-Drittel-Sportanlage. Am Ball bleiben …"
8.4.:
AZ: "Gemeinde kümmert sich nicht um uns" (Aussage BM Rump in dem Artikel: "Die Sportanlage ist im TSG-Eigentum, nur Grund und Boden gehören der Gemeinde". Er verweist auf die jährliche Unterstützung und sieht angesichts der angespannten Haushaltslage keine Möglichkeit, eine Sanierung zu forcieren.).
20.4.:
TSG bringt in Brief an BM Rump den Unmut der TSG (auch aus der MV) über den Sportanlagenzustand zum Ausdruck, fordert endlich Taten und stellt Aussage BM zu Eigentumsverhältnissen richtig.
22.4.:
AZ: SPD gegen Pauschalkritik.
10.5.:
AZ: TSG sieht Gemeinde in der Pflicht
17.5.:
Mainzer Rhein-Zeitung: "Ohrfeige für Rump" (Aussage Bürgerliste Wackernheim-Heidesheim: "Problematik jetzt lösen")
19.5.:
AZ: "Notsanierung" als erster Schritt? Tauziehen um TSG-Sportplatz geht weiter.
Nachrichtenblatt: Besichtigungstermin auf der Sportanlage (mit Fa. Becker-Sportanlagen)
23.5.:
Bürgerforum der Bürgerliste Wackernheim-Heidesheim "Sonderfall oder Fallbeispiel TSG Heidesheim: Fehlende Investitionen oder Fehlinvestitionen der Ortsgemeinde?" Anwesende Ratsmitglieder wollen Anliegen des "Stiefkindes" TSG unterstützen. Diskutiert wurden Notfallsanierung, Generalsanierung und Private Partnership-Modell.
27.5.:
AZ: "Stiefkind" erhitzt die Gemüter.
22.6.:
Einstimmiger Gemeinderatsbeschluss: Umfassende Erneuerung der maroden Sportanlage (Kunstrasenplatz und Tartan-Laufbahn) noch 2006 mit Vorfinanzierung der 550.000 € in Nachtragshaushalt durch den Verkauf von gemeindeeigenen Wohnungen. Außerdem Antragstellung beim Finanzministerium Sanierung als Pilotprojekt für Privatfinanzierung. Außerdem Einberufung eines Arbeitskreises für die Sanierung.
24.6.:
AZ: Wohnungsverkauf für neuen Sportplatz"
27.7.:
AZ: "Stillstand und vergiftetes Klima" (J.Borrmann: Statt Finanzierung über Verkauf Gemeindewohnungen besser Pilotprojekt Privatfinanzierung).
19.11. und 25.11.:
TSG-Vorsitzender betont bei TSG-Hallensportschau und Ehrenmitgliedertreffen, dass TSG mit dem vom Gemeinderat beschlossenen Verkauf von Gemeindewohnungen nichts zu tun hat.
30.11.:
AZ: "Tauziehen um Sportplatz-Sanierung" (Land prüft Privatfinanzierung, Wohnungsverkauf bleibt umstritten): Entscheidung Land über Privatfinanzierung evtl. schon im nächsten Frühjahr. Proteste gegen Wohnungsverkauf in Heidesheim immer lauter. TSG: "Sanierung (Platz 11 in Dringlichkeitsliste Kreis) und Finanzierung ist Gemeindeangelegenheit." TSG will im Frühjahr wieder öffentlich Druck machen, falls keine Lösung in Sicht.
Ende 2006:
TSG erhält von der Ortsgemeinde für 2006 einen Zuschuss zur Unterhaltung der Sportanlage in Höhe von 16.500 Euro.
2007:
8.2.:
AZ: "Bürger mit der Politik unzufrieden". TSG-Vorsitzender mahnte in Gemeinderatssitzung Umsetzung des Beschlusses aus 2006 an. BM Rump sieht ohne Zuschüsse und Eigenmittel nur die Möglichkeit, dies durch Verkauf von Gemeindewohnungen zu ermöglichen oder beim noch nicht entschiedenen öffentlich-privaten Modellprojekt zum Zug zu kommen.
Ende Februar:
TSG erhält von der Ortsgemeinde für 2007 einen Zuschuss zur Unterhaltung der Sportanlage in Höhe von 17.000 Euro.
11.3.:
TSG-Meisterehrung. Bürgermeister Rump versichert "schnellstmögliche Realisierung".
16.3.:
In der Mitgliederversammlung wird heftig darüber diskutiert, dass der Ratsbeschluss vom Juni 2006 bisher (bis auf die Beantragung der Förderung durch öffentlich-private Finanzierung) nicht umgesetzt wurde. Gegen den Stillstand bei der Sanierung sollen der Druck deutlich erhöht und öffentlichkeitswirksame Protestmaßnahmen ergriffen werden.
20.3.:
Mainzer Rhein-Zeitung: "Erneut Ärger um maroden Sportplatz. TSG Heidesheim will den Druck auf die Gemeinde erhöhen"
22.3.:
AZ: "Den Ratsbeschluss nicht umgesetzt. TSG Heidesheim beklagt Stillstand bei Sanierung der Sportanlage/Protestaktionen geplant"
17.4.:
1.Sitzung Arbeitsgruppe Sanierung Sportanlage mit TSG, BM Rump und Fraktionssprechern.
1.6.:
TSG-Mitteilung im Nachrichtenblatt: "Informationen zur Sanierung der Jakob Frey-Sportanlage" (Gemeinde sei mit der Planung noch keinen Schritt weiter gekommen, Ankündigung Unterschriftenaktionen).
3.6. - 23.6.:
TSG führt vier Unterschriftenaktionen "Sportplatzsanierung jetzt - nicht in 10 Jahren" in Heidesheim durch.
2.7.:
Pressemitteilung Finanzministerium Rheinland-Pfalz: "Land will Effizienz durch Public Private Partnership". Heidesheimer Sportanlage mit Investitionsvolumen von 700.000 Euro von Landesregierung als eines von drei PPP-Pilotprojekten ausgewählt. PPP-Kompetenzzentrum (bei Projektentwicklungsgesellschaft des Landes angesiedelt) soll Pilotprojekte begleiten.
3.7.:
AZ: "Privates Geld für öffentliche Bauten". Heidesheimer Sportanlage von Landesregierung als PPP-Pilotprojekt ausgewählt
4.7.:
AZ: "Pilotprojekt für Sportplatz in Heidesheim". Positive Reaktionen auf Entscheidung des Landes.
10.7.:
TSG überreicht BM Rump Unterschriftenlisten mit 2.561 Unterschriften, um auf Dringlichkeit hinzuweisen. TSG-Vorsitzender warnt vor Täuschung. Es sei nichts entschieden, da Zuschüsse und Wirtschaftlichkeitsvergleich ungeklärt sind, Heidesheim in Kreis-Prioritätenliste auf Rang 11 rangiert. Er mahnt Gemeinde auch normalen Förderweg weiter zu verfolgen. BM Rump sagt zu, sich mit PPP-Stellen in Verbindung zu setzen und Konzept für weiteres Vorgehen in Gemeinde-Arbeitsgruppe anzusprechen.
12.7.:
MRZ: "Konzept zur Sanierung erstellen". TSG übergibt Unterschriftenlisten. BM Rump.
13.7.:
AZ: "TSG macht weiter mächtig Druck". Unterschriftenlisten übergeben.
16.7.:
SPD-Landtags-Fraktionsvorsitzender Jochen Hartloff und die SPD-Landtagsabgeordnete Marianne Grosse besichtigen auf Einladung der SPD Heidesheim die Heidesheimer Sportanlage. Er begrüßt TSG-Engagement und sagt Unterstützung der SPD-Fraktion zu.
23.8.:
AZ: "Frage der Fördermittel noch ungeklärt". PER-Geschäftsführerin Ise Thomas im AZ-Interview: Sie hat Gespräch mit Bürgermeister und TSG geführt, Anlage besichtigt, Fragenkatalog zum Ausfüllen durch Gemeinde als weitere Planungsgrundlage übergeben. Zuschussfrage nach Kreis-Förderliste muss mit Kreis und Land geklärt werden.
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