TSG Heidesheim
 
 
 
 
 
 
 
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Sanierungsdokumentation 2005


Dokumentation für die Sanierung der Jakob-Frey-Sportanlage (März 2005)

Auswirkungen auf den Sportbetrieb


Die geschilderten Probleme sind erst verstärkt in den letzten zwei Jahren aufgetreten. Vorher war es jahrelang so, dass die Tennenplätze in Mainz, Ingelheim und in vielen anderen Gemeinden des Landkreises gesperrt waren und in Heidesheim die Fußballspiele noch ausgetragen werden konnten. Seit Anfang Dezember 2004 bis Ende Februar 2005 ist aufgezeichnet worden, dass an mehr als zwei Dritteln der Trainingstage (montags bis freitags) die Sportanlage gesperrt war. In dieser Zeit waren drei Meisterschaftsspiele der 1. Mannschaft und mehrere Jugendspiele verbandsseitig angesetzt, die allesamt ausfallen mussten. Dies ist natürlich kein Zustand, der lange anhalten kann. Zu den drei betroffenen Abteilungen ist insbesondere festzuhalten:

Abteilung Fußball

Alle Mannschaften müssen trainieren, um im Spielbetrieb bestehen zu können. Durch die starke Belastung der Sporthalle können aber nur die Fußballer bis zur C-Jugend im Winterhalbjahr einmal wöchentlich in der Halle trainieren. B-Jugend und die erste Herren-Mannschaft sind ausschließlich auf Training im Freien angewiesen. Dies war aber in den letzten Monaten nicht möglich, weil das Spielfeld ständig nicht benutzbar war. Die Austragung von Freundschaftsspielen, die gerade in der Vorbereitung auf die Rückrunde dringend notwendig wären, sind nicht möglich. Durch den hohen Ausfall an Übungseinheiten kommt es zum einen zu Wettbewerbsverzerrungen. Zum anderen überlegen immer mehr Spieler, der TSG den Rücken zu kehren und sich in einem anderen Verein mit besseren Bedingungen zu betätigen.

Abteilung Hockey

Für die Abteilung Hockey ergibt sich das Sportplatzproblem weniger im Winterhalbjahr, weil dann die Hallenrunde gespielt wird. Eine vernünftige "hockeytechnische" Ausbildung ist aber auch im Sommerhalbjahr durch die Unebenheiten des Tennenbelages kaum möglich. Nahezu alle Hockeyvereine verfügen über Kunstrasenplätze, was für den Wettkampfbetrieb auch absolute Voraussetzung ist. Die Heidesheimer Mannschaften sind bei Auswärtsspielen häufig im Nachteil, weil sie auf dem für sie ungewohnten Belag nicht zurecht kommen. Im Hockeysport ist die Abwanderungstendenz noch viel mehr ausgeprägt, wie im Fußballsport. Dies gilt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen, was namentlich nachgewiesen werden kann. Viele Hockeyspielerinnen und - spieler sind in den letzten Jahren vordergründig deshalb zu anderen Vereinen gewechselt, wie z.B. Schott Mainz oder RK Rüsselsheim. Dies fängt bereits in den Altersklassen mit 12/13 Jahren an.

Abteilung Leichtathletik

Die Anlagen für die technischen Disziplinen (Kugel, Diskus, usw.) sind total veraltet und marode, was in keiner Weise auf unzureichende Pflege zurückgeführt werden kann. Gleiches gilt für die Sprunganlagen, wie schon ausgeführt. Die Laufbahn ist auf Grund der Bodenverwerfungen (teils Erhöhungen, teils Vertiefungen, Abrisse auf der Innenbahn am Rande der Drainagenrinne) absolut untauglich.

Das größte Problem der Abteilung Leichtathletik besteht aber darin, dass keine Wettkämpfe auf der eigenen Anlage mehr ausgetragen werden können. Auf Grund des Zustandes der gesamten Leichtathletikanlagen, insbesondere aber der Laufbahn, werden schon seit Jahren vom Verband keine Rheinhessenmeisterschaften, nicht einmal Kreismeisterschaften nach Heidesheim vergeben. Gleiches gilt für Meisterschaften der Schulen. TSG-Veranstaltungen, wie das überregional bekannte Seniorensportfest, werden nicht mehr ausgeschrieben, weil zuletzt die Teilnehmerzahlen wegen des Platzzustandes auf Null zuliefen.

Heidesheim ist (noch) eine Leichtathletik-Hochburg innerhalb des Sportbundes Rheinhessen. Zahlreiche Meistertitel belegen dies Jahr für Jahr. Die bis zu den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler müssen sich bereits seit einigen Jahren auf geeigneten Anlagen in der Nachbarschaft auf ihre Wettkämpfe vorbereiten. Das ist vor allem für die Schüler und Jugendlichen auf Dauer unzumutbar, da diese Trainingsstätten nur mit dem Auto und nicht mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar sind.

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